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Mitglieder des Jugendparlaments in Friedeburg laden die Kinder und Jugendlichen aus der Partnergemeinde Friedeburg an der Saale zu einem Zeltlager nach Ostfriesland ein. 

Die Hochwasserflut im vergangenen Monat hat in Teilen Deutschlands ein großes Chaos hinterlassen. Betroffen ist auch Friedeburgs Partnergemeinde Friedeburg an der Saale. Das Hochwasser hat sich zwar wieder zurückgezogen, was geblieben ist sind Familien die ihr Hab und Gut oder sogar ihre Existenzgrundlage durch die Flut verloren haben.

Um die Kinder und Jugendlichen aus der Partnergemeinde zu unterstützen, hatte sich das  Friedeburger Jugendparlament etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie wollten nicht einfach nur Geld geben, so Jugendbürgermeisterin Verena Getrost, sondern den Jugendlichen mit einer Einladung zu einem Zeltlager über die schwere Zeit hinweghelfen.

Während die elf Mädchen und Jungen im Alter von 7 – 17 Jahren zusammen mit einem Betreuerelternpaar am frühen Montagmorgen in Friedeburg an der Saale abgeholt worden waren, bauten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Horsten die kleine Zeltstadt bei Renke´s Pfadfinderhof in Marx auf. Die Horster stellten ein Übernachtungszelt sowie ein Verpflegungszelt zur Verfügung. Premiere hatte hier der neue Fußboden für das Verpflegungszelt. Die Etzeler Kavernenbetreibergesellschaft EKB spendete der Feuerwehr die Fußbodenplatten, die vor ein paar Tagen -pünktlich zum Zeltlager- geliefert werden konnten.
Falkenstein International und TBD stellten dem Jugendparlament eigens für das Zeltlager zwei Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung. Die beiden Kleinbusse können bis zum Ende des Zeltlagers am kommenden Sonntag für Ausflugsfahrten genutzt werden.

Die Zelte sind aufgebaut, der Fußboden verlegt. Luise Brandner baut für die Besucher die Feldbetten auf | Bild © Martina Gerdes

Die Zelte sind aufgebaut, der Fußboden verlegt. Luise Brandner baut für die Besucher die Feldbetten auf | Bild © Martina Gerdes

Bei der offiziellen Eröffnung am Montag freuten sich Bürgermeisterin Karin Emmelmann und Jugendbürgermeisterin Verena Getrost über die große Unterstützung der vielen Sponsoren, ohne die das Zeltlager gar nicht möglich gewesen wäre. Bei den Vorbereitungen zu dieser Veranstaltung bin ich oft am meine Grenzen gestoßen“, so die Jugendbürgermeisterin „aber mit Unterstützung durch das Team des Jugendparlaments haben wir ein tolles Programm auf die Beine gestellt.“

Das Zeltlager für die Jugendlichen Flutopfer aus Friedeburg an der Saale findet noch bis zum 4. August auf Renke´s Pfadfinderhof in Marx statt | Bild © Martina Gerdes

Das Zeltlager für die Jugendlichen Flutopfer aus Friedeburg an der Saale findet noch bis zum 4. August auf Renke´s Pfadfinderhof in Marx statt | Bild © Martina Gerdes

Tobias Beske, Luise Brandner, Dennis Harms, Tobias Zunker und Verena Getrost werden mit den Jugendlichen eine Welcome-Party im Tunis feiern, die Ortschaft mit einer Schnitzeljagd erkunden, gemütlich am Lagerfeuer sitzen und eine Nachtwanderung veranstalten. Außerdem plant das Team am Mittwoch eine Schiffsfahrt zu den Seehundsbänken und einen Besuch auf der Trabrennbahn in Hooksiel. Donnerstag erleben die Friedeburger aus Sachsen-Anhalt einen Museumsbesuch der etwas anderen Art im Phänomania in Carolinensiel. Dort ist das Anfassen und Ausprobieren der Exponate ausdrücklich erlaubt und die Jugendlichen können mit allen Sinnen in die rätselhafte und faszinierende Welt der Natur eintauchen.
Wie von Geisterhand gesteuert, verschwindet etwa alle zwölf Stunden das Wasser zwischen dem Festland und den Ostfriesischen Inseln. Genau zu diesem Zeitpunkt werden die Besucher aus Sachsen-Anhalt am Freitag eine Wattwanderung starten und die geheimnisvolle Tier- und Pflanzenwelt im Wattenmeer kennenlernen. Mit dem Kanu sind die Jugendlichen am Sonnabend unterwegs und erkunden Friedeburgs Wasserstraßen. Nach einer erlebnisreichen Woche werden am Sonntag die Sachen für die Abreise gepackt und es geht wieder zurück nach Friedeburg an der Saale.

Weitere Fotos auf www.friedeburger-feuerwehren.de

Erschienen im Anzeiger für Harlingerland
Autor: Martina Gerdes

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