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Die „Theater Speelers Reepsholt“ begeistern heute Abend mit dem diesjährigen Stück „Stiekeldraht um´t Himmelbedd“. Eine Geschichte, wie aus dem wirklichen Leben.
TG Reepsholt 2014 04_Ableben
FRIEDEBURG
/MAG – Bereits im vergangenen Jahr gingen die Laiendarsteller der Theatergruppe Reepsholt auf die Suche nach einem neuen, lustigen, plattdeutschen Theaterstück. Nachdem feststand wer mitspielen konnte, wurden diverse Stücke gelesen und besprochen. Dann war die Entscheidung gefallen. Die „Theater Speelers Reepsholt“ spielen in der Theatersaison 2014 das Stück „Stiekeldraht um´t Himmelbedd“. Schnell war die passende Besetzung gefunden. Die Regie übernahmen Horst Cordes und Wolfgang Hilbers, Topuster ist Antje Moor, um die Technik kümmern sich Hans-Hermann Heiken und Andre Schoon. Für die Maske und die Frisuren sind Anja Eilers, Merle-Sophie Hübner und Verena Cordes verantwortlich.

Dass die Theaterspieler auch sonst vielseitig sind, beweisen sie dem Publikum auch noch an anderer Stelle. Denn nicht nur die plattdeutschen Texte müssen gelernt werden und „sitzen“, sondern auch beim Bühnenbau sind sie aktiv dabei.

Ein halbes Jahr haben die Darsteller nun für diese Kriminalkomödie von Helmut Schmidt geprobt. „Seit Januar sogar drei Mal pro Woche“, erzählte Torsten Ahlrichs. Bei den ersten beiden Aufführungen konnten die „Theater Speelers“ in der Aula der Schule „Altes Amt Friedeburg“ ihr Können bereits unter Beweis stellen. Turbulente Szenen, spritzige Dialoge und ein amüsantes Theaterstück sorgten bei den Zuschauern für „veel Pläseer“ und beste Unterhaltung.

Schnell an das Erbe der Schwiegermutter Alma heran zu kommen, die neuerdings auch noch über Herzbeschwerden klagt, das ist das Ziel der beiden boshaften Schwiegertöchter. Im Bild die Söhne Heinrich (v.l.) und Fidi mit deren Mutter Alma, sowie die Schwiegertöchter Gesine und Katrin. | Foto © Martina Gerdes

Schnell an das Erbe der Schwiegermutter Alma heran zu kommen, die neuerdings auch noch über Herzbeschwerden klagt, das ist das Ziel der beiden boshaften Schwiegertöchter. Im Bild die Söhne Heinrich (v.l.) und Fidi mit deren Mutter Alma, sowie die Schwiegertöchter Gesine und Katrin. | Foto © Martina Gerdes

Der Dreiakter spielt in der Wohnstube der vermögenden Alma Hansen (dargestellt von Hilde Harms). Mit einem Krückstock und gestützt von ihren beiden Söhnen Heinrich (gespielt von Günter Hübner) und Fidi (Holger Kleen) tritt Alma zu Beginn des Stückes auf die Bühne, denn ihr Herz und die Knochen wollen nicht mehr richtig. Ihre beiden Schwiegertöchter Katrin (Bettina Cordes) und Gesine (Rosi Mienits) denken schon an das Ableben der Witwe und freuen sich, schnell an das Erbe zu kommen. Beide Ehepaare sind in finanziellen Schwierigkeiten und könnten das Vermögen von Alma jetzt besonders gut gebrauchen.

Die Schwiegertöchter Gesine (v.r.) und Katrin boten der Deutsch-Russin Tatjana 300 Euro an, damit sie für immer verschwindet. Tatjana konnte darüber nur lachen und meinte mit ihrem russischen Dialekt: „Ick bleibe, dafür können sie nehmen Gift“. | Foto © Martina Gerdes

Die Schwiegertöchter Gesine (v.r.) und Katrin boten der Deutsch-Russin Tatjana 300 Euro an, damit sie für immer verschwindet. Tatjana konnte darüber nur lachen und meinte mit ihrem russischen Dialekt: „Ick bleibe, dafür können Sie nehmen Gift“. | Foto © Martina Gerdes

Dabei kommt ihnen jedoch die neue Haushaltshilfe Tatjana in die Quere, die mit ihrem deutsch-russischem Dialekt das Publikum begeistert. Tatjana wird gespielt von Malina Hübner und ist neu bei den Reepsholter „Theater Speelers“. „Dat Frollein Sibirien“, wie Gesine gerne abwertend sagt, hat aber das Herz am rechten Fleck und rät Alma zu einer Kur. Davon sind Almas beiden Schwiegertöchter aber absolut nicht begeistert und versuchen ihr die Kur auszureden. Denn sie befürchten, Alma könnte wieder richtig gesund werden. Jedoch erfolglos – Alma fährt!

Das Chaos ist perfekt, als Almas (r.) Kurschatten Jens Ritter (l.) auftaucht. Mehr wird jedoch nicht verraten. Die Besucher erwartet eine turbulente Kriminalkomödie und jede Menge Spaß. | Foto © Martina Gerdes

Das Chaos ist perfekt, als Almas (r.) Kurschatten Jens Ritter (l.) auftaucht. | Foto © Martina Gerdes

Die Kur gibt Alma neuen Lebensmut. Nach vier Wochen kehrt sie zurück und ist nicht mehr wiederzuerkennen. Mit neuer Frisur, grünem Jogginganzug, Turnschuhen und MP 3 – Player kann sie sogar Kniebeugen machen. Und einen angeblichen Kurschatten (gespielt von Torsten Ahlrichs) hat sie auch gleich mitgebracht.

Was am Ende daraus wird, und ob die Schwiegertöchter doch noch an das Erbe kommen, das können die Zuschauer bei den kommenden sechs Vorstellungen, jeweils um 20 Uhr, herausfinden: am heutigen Mittwoch, sowie am Freitag 11. April, Sonnabend 12. April, Dienstag 15. April, Gründonnerstag 17. April und Ostermontag 21. April.
Die Karten sind an der Abendkasse sowie auch im Vorverkauf bei der Firma Specht in Reepsholt, Dorfkrug Coordes in Etzel und bei der AVIA-Tankstelle in Friedeburg erhältlich. Sollte noch jemand im Besitzt von Eintrittskarten aus dem vergangenen Jahr sein, so haben diese ebenfalls Gültigkeit.

Bericht / Fotos © Martina Gerdes
Pressetext erschienen im Anzeiger für Harlingerland

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